über Absinthe

über Absinthe

 

Bekannteste Absinthe-Genießer der Geschichte

Zu den berühmten Absinth-Trinkern zählen unter anderem Charles Baudelaire, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe, Arthur Rimbaud, Aleister Crowley, Henri de Toulouse-Lautrec und Oscar Wilde.

Vincent_van_Gogh_-_Cafe_Table_with_Absinth  Vincent van Gogh, Cafetisch mit Absinth, 1887

Was ist Absinthe?
Absinthe oder auch Wermutspirituose genannt, wird traditionell aus Wermut, Anis, Fenchel sowie je nach Rezeptur mit weiteren Kräuter hergestellt. Bei einer sehr großen Anzahl von Absinthmarken ist die Spirituose von grüner Farbe. Deswegen wird Absinth gelegentlich auch „die grüne Fee“ (französisch la fée verte) genannt. Der Alkoholgehalt liegt üblicherweise etwa zwischen 45 und 85 Volumenprozent und ist demnach dem oberen Bereich der Spirituosen zuzuordnen. Aufgrund der Verwendung bitter schmeckender Kräuter, insbesondere von Wermut, gilt Absinth als Bitterspirituose, obwohl er nicht unbedingt bitter schmeckt.


Thujon im Absinthe
Thujon ist ein Bestandteil des ätherischen Öls des Wermuts, das für die Absinthherstellung verwendet wird. Die schädlichen Auswirkungen, die während des Höhepunkts der Absinth-Popularität im 19. Jahrhundert in Frankreich zu beobachten waren und zu denen unter anderem Schwindel, Halluzinationen und Wahnvorstellungen gehörten, wurden auf diese Substanz zurückgeführt. Thujon ist ein Nervengift, das in höherer Dosierung Verwirrtheit und epileptische Krämpfe hervorrufen kann. Aus diesem Grund wurde in der Europäischen Union der Thujongehalt in alkoholischen Getränken begrenzt (bis zu 35 mg/kg in Bitter-Spirituosen.)


Qualität
Historisch belegt sind fünf Qualitätsgrade: Absinthe des essences (Absinth-Auszüge), Absinthe ordinaire (gewöhnlicher Absinth), Absinthe demi-fine (Absinth halb-fein), Absinthe fine (Absinth fein) und Absinthe Suisse (Schweizer Absinth), wobei Absinthe des essences den geringsten Alkoholgehalt und die niedrigste Qualität repräsentiert. Absinthe Suisse verweist nicht auf das Herstellungsland, sondern auf einen besonders hohen Alkoholgehalt und hohe Qualität. Unser Nev`s enttspricht der Qualitätsstufe Absinthe Suisse.


Herstellung
Bei der Herstellung werden Wermut, Anis und Fenchel in Neutralalkohol mazeriert und anschließend destilliert. Die Destillation trägt dazu bei, die starken Bitterstoffe des Wermuts abzutrennen. Diese sind weniger flüchtig als die Aromastoffe und bleiben bei der Destillation zurück. Andernfalls wäre das Ergebnis unangenehm bis ungenießbar bitter. Eine unverhältnismäßige Bitterkeit bei Absinth kann ein Indiz dafür sein, dass bei der Produktion auf die Destillation ganz oder teilweise verzichtet wurde, bei der Herstellung Wermutextrakte verwendet wurden und es sich um minderwertigen beziehungsweise unechten Absinth handeln könnte.


Das Destillat kann mit Kräutern wie Pontischem Wermut, Minze, Melisse und Ysop eingefärbt werden. Die Färbung durch Kräuter trägt zum geschmacklichen Gesamtbild des Endprodukts bei. Sie stellt hohe Ansprüche an die Fertigkeiten des Herstellers bei der Auswahl der Färbekräuter, ihrem quantitativen Verhältnis und der Dauer der Färbung. Bei altem Absinth kann sich die Färbung des Getränks von einem ursprünglich leuchtenden Grün in ein gelbliches Grün oder Braun wandeln, da sich das Chlorophyll zersetzt. Sehr alte Absinthe sind gelegentlich bernsteinfarben. Bei Klarem Absinth, auch „Blanche“ oder „La Bleue“ genannt, verzichtet der Hersteller auf den aufwendigen Färbeprozess.
Einige der heute hergestellten Absinthe werden mit Lebensmittelfarbe gefärbt. Es handelt sich dabei meist um minderwertige Absinthe mit einem vereinfachten Produktionsprozess, der den Absinth wichtiger geschmacklicher Nuancen beraubt. Neben der „Grünen Fee“ gibt es auch rot, schwarz oder blau gefärbten Absinth. Diese für Absinth ungewöhnliche Färbung geschieht vor allem aus Marketinggründen.